Energie Online

Energie-online
 
Die GRE e.V. möchte Ihnen mit diesem Tool die Möglichkeit bieten, die Einsparpotentiale zu berechnen, die sich durch energetische Sanierungsmaßnahmen Ihres Gebäudes zu erstellen.
Da diese Bilanzierungen substantielle Auskunft über die Qualität Ihres Gebäudes, seiner Hülle und seiner Anlagentechnik, geben sollen, basieren sie auf Bedarfswerten, das heißt es wird von einer Nutzung unter normierten Bedingungen ausgegangen. Selbstverständlich können die so ermittelten Werte von dem sich real einstellenden Verbrauch mehr oder weniger deutlich abweichen, der durch das Nutzerverhalten und durch die jährlichen Schwankungen des Außenklimas wesentlich mit beeinflusst wird. 
 
Bei Wohngebäuden fließen in die Energiebilanz der Heizwärmebedarf, der über die bauliche Qualität Auskunft gibt, und der Trinkwasserwärmebedarf ein, der – abgeleitet aus Durchschnittswerten – mit 12,5 kWh/(m2 x a) festgelegt ist.
 
Darüber hinaus werden auch die Verluste der Anlagentechnik berücksichtigt, das heißt, alle Verluste, die bei der Erzeugung, Speicherung, Verteilung und Übergabe der Wärme für Heizung und Trinkwarmwasser entstehen. Sie werden zu einer Anlagenaufwandszahl zusammengezogen.
 
Die Aufwandszahl ist somit quasi der Kehrwert des Jahresnutzungsgrades der ganzen Anlagenkonfiguration zur Wärmeerzeugung. Sie ist umso besser, je niedriger sie ist. Durch Multiplikation mit der Summe aus Heizwärme- und Trinkwasserbedarf lässt sich mit dieser Aufwandszahl der Endenergiebedarf ermitteln, den das Haus mit seinen Bewohnern – standardisierte Randbedingungen vorausgesetzt – für die Wärmeversorgung im Jahr benötigt.
Diese auf die Endenergie bezogene Anlagenaufwandszahl ist allerdings mit Blick auf die Umweltbelastung durch den Wärmeverbrauch in Wohngebäuden nur von geringer Aussagekraft. Erst durch die Einbeziehung der benötigten Hilfsenergie , z.B. für die Zirkulationspumpe oder die Umwälzpumpe, und vor allem durch Berücksichtigung der Umweltrelevanz der eingesetzten Energieträger über einen Primärenergiefaktor, ergibt das Produkt aus Aufwandszahl mit Heizwärme- und Trinkwarmwasserbedarf den Primärenergiebedarf, die wesentliche ökologische Größe.
 
Im Kapitel 5 der neuen GRE - Broschüre „Energieeinsparung im Wohngebäudebestand“ werden die Themen „Energiebilanz“ und „Einsparpotentiale“ Schritt für Schritt erläutert und bearbeitet.


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